29 December 2025, 17:46

Bayerns Wirtschaft kämpft weiter mit Schrumpfkurs und Bürokratieflut

Ein kleines Architekturmodell eines Gebäudes umgeben von einigen Steinen.

Wirtschaftsausblick: Bayerns Wirtschaft wächst 2026 nur schwach - Bayerns Wirtschaft kämpft weiter mit Schrumpfkurs und Bürokratieflut

Bayerns Wirtschaft bleibt unter Druck – von einer nachhaltigen Erholung ist nichts zu spüren. Zum zweiten Mal in Folge wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Region 2024 voraussichtlich schrumpfen. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer des Unternehmensverbands vbw, warnt, dass zentrale Herausforderungen bestehen bleiben – darunter hohe Kosten und übermäßige Bürokratie.

Der vbw benennt explodierende Energie- und Arbeitskosten, hohe Steuerlasten sowie eine schwerfällige Verwaltung als Haupthemmnisse. Diese Probleme belasten die bayerische Wirtschaft seit Jahren, und bis 2026 ist kaum Entlastung in Sicht. Selbst 2027 wird nur ein minimales Wachstum von 0,7 Prozent erwartet – eine bescheidene Verbesserung, wenn überhaupt.

Die Bundesregierung hat bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet: Digitalminister Wildberger treibt mit einer Modernisierungsagenda den Bürokratieabbau voran, während ein Sonderfonds über 1,5 Milliarden Euro in die öffentliche Infrastruktur fließt – in Straßen, Schulen, Kitas und Hochschulen. Zudem sind Steuererleichterungen geplant, darunter erhöhte Abschreibungen von bis zu 30 Prozent, geringere Steuerbelastungen und gesenkte Energiekosten für Unternehmen. Doch Brossardt betont: Das reicht nicht. Der vbw fordert tiefgreifendere Strukturreformen, um Bayerns schwächelnde Wirtschaft wiederzubeleben.

Die Aussichten bleiben düster: 2024 droht erneut ein Rückgang. Zwar unterstützt der Bund mit Infrastrukturinvestitionen und Steuersenkungen, doch der vbw besteht auf weitergehende Schritte. Ohne mutigere Reformen bleiben die Wachstumschancen der Region auch in den kommenden Jahren begrenzt.