14 March 2026, 14:20

Bayern streicht Steuererinnerungen – was Zahler jetzt wissen müssen

Eine alte deutsche Postkarte mit einem roten Stempel und der Aufschrift "Gesimnacks & Co. & Co."

Bayern streicht Steuererinnerungen – was Zahler jetzt wissen müssen

Steuerzahler in Bayern müssen künftig ihre Fristen genauer im Blick behalten. Das Bayerische Landesamt für Steuern stellt die Versendung von Vorab-Erinnerungen vor Zahlungsterminen ein. Zudem werden künftig keine Überweisungsträger mehr den offiziellen Schreiben beigefügt.

Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund, dass immer weniger Menschen auf papierbasierte Zahlungsvorgänge angewiesen sind. Bisher erhielten Steuerzahler Erinnerungen und Überweisungsformulare, um Fristen einzuhalten. Diese Hinweise werden nun nicht mehr per Post zugestellt.

Um Säumniszuschläge zu vermeiden, empfiehlt das Finanzamt die Anmeldung zum SEPA-Lastschriftverfahren. Damit können Zahlungen automatisch abgebucht werden, sodass Rechnungen stets pünktlich beglichen werden. Bisher hat kein anderes Bundesland einen ähnlichen Schritt unternommen.

Das neue System überträgt die Verantwortung auf die Steuerzahler, ihre Fristen selbst zu überwachen. Wer automatische Zahlungen bevorzugt, kann weiterhin das SEPA-Verfahren nutzen. Die Änderung tritt sofort in Kraft – künftig werden keine papierbasierten Erinnerungen mehr verschickt.

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