Bayerische Ampeln zeigen jetzt Pumuckl, Knödelwerfer und Trachtenmännchen
Emma BeckerWenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Verkehrslichtszenen sind im Kommen - Bayerische Ampeln zeigen jetzt Pumuckl, Knödelwerfer und Trachtenmännchen
In mehreren bayerischen Städten haben herkömmliche Fußgängerampeln Platz für regionale Kultursymbole gemacht. Die Umstellung verleiht den Straßen eine spielerische Note und löst zugleich Debatten über Sicherheit und Tradition aus.
Die Anwohner begrüßen die Änderungen largely als charmante Möglichkeit, die regionale Identität zu feiern. Doch nicht alle stehen dem Vorhaben positiv gegenüber – Behörden äußern Bedenken hinsichtlich der Verständlichkeit und der Kosten.
München setzt mittlerweile auf drei Pumuckl-Ampeln, inspiriert von der beliebten Kinderfigur. Straubing hingegen zeigt Bruder Straubinger, eine Gestalt aus der lokalen Folklore. In Dachau leuchten die Ampelmännchen in traditioneller bayerischer Tracht – die Umsetzung kostete lediglich 300 Euro für Schablonen und Design.
Nürnbergs Variante präsentiert Albrecht Dürers "Feldhase", eine Hommage an das künstlerische Erbe der Stadt. Deggendorf wählte eine Frau, die Knödel wirft – eine humorvolle Anspielung auf die regionale Küche. Augsburgs Kasperl-Figur benötigte vor der Installation sogar eine Sondergenehmigung der schwäbischen Landesregierung.
Der Vorschlag aus Hof, einen Wärschtlamo – den berühmten Würstchenverkäufer der Stadt – abzubilden, wurde zunächst abgelehnt. Erst als die SPD-Fraktion zusagte, die 3.000 Euro zu übernehmen, gab es grünes Licht. München und Nürnberg gehörten zu den ersten bayerischen Städten, die thematische Ampeln einführten – nach früheren Beispielen wie den Mainzelmännchen in Mainz (2016) oder den Karl-Marx-Figuren in Trier (2018).
Trotz lokaler Begeisterung lehnt das bayerische Innenministerium den Trend ab. Die Behörden betonen, dass standardisierte Designs die Sicherheit und sofortige Erkennbarkeit für alle Verkehrsteilnehmer gewährleisten.
Die individuellen Ampeln unterstreichen die kulturelle Vielfalt Bayerns – von kulinarischen Spezialitäten bis hin zu Brauchtum. Während die Städte die Umsetzungen selbst finanzieren und installieren, pocht die Landesregierung weiterhin auf einheitliche Verkehrsschilder.
Fürs Erste können Fußgänger in diesen Städten einen kurzen Moment lokalen Stolzes genießen – bevor sie sicher die Straße überqueren.






