Bartsch lehnt Schuldenbremse-Ausnahme für Militäretat strikt ab
Dietmar Bartsch, haushaltspolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, hat sich gegen Pläne ausgesprochen, die Schuldenbremse für militärische Ausgaben auszusetzen. Er warnte, ein solcher Schritt würde Mittel von dringend notwendigen Investitionen und strukturellen Reformen abziehen. Seine Kritik kommt angesichts einer wachsenden Debatte über die finanziellen Prioritäten der Regierung.
Bartsch lehnte einen Vorschlag ab, der zusätzliche Kreditaufnahmen als Reaktion auf die Spannungen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran ermöglichen soll. Er argumentierte, dass die bestehenden Schulden nicht wie versprochen für Reformen oder öffentliche Investitionen genutzt wurden. Stattdessen seien Gelder – insbesondere in den Sonderhaushalten für Verteidigung – verschwendet worden, so Bartsch.
Als zuständiger Kontrolleur der Verteidigungsausgaben verwies er auf Fälle von Ressourcenverschwendung. Er äußerte große Sorge, dass eine Aussetzung der Schuldenbremse für militärische Zwecke zu noch höheren Verteidigungskosten führen würde – und das auf Kosten dringend benötigter sozialer und wirtschaftlicher Reformen.
Der Linke-Politiker warf der aktuellen Bundeskanzlerin zudem vor, seit dem Wahlkampf ihre Positionen geändert zu haben. Ohne echte strukturelle Veränderungen drohten Deutschland seiner Meinung nach ernsthafte langfristige Probleme. Bartsch betonte, dass der Erhalt des sozialen Zusammenhalts davon abhänge, Reformen Vorrang vor steigenden Militärausgaben einzuräumen.
Bartsch bleibt entschieden gegen eine Aussetzung der Schuldenbremse für die Verteidigung, während sie in anderen Bereichen weitergelten soll. Er besteht darauf, dass bestehende Mittel zunächst sinnvoller eingesetzt werden müssen, bevor über neue Kredite nachgedacht wird. Die Debatte über die deutschen Finanzregeln und Ausgabenprioritäten wird voraussichtlich in den kommenden Wochen weitergehen.






