31 May 2026, 02:14

BAföG-Reform scheitert – KI-Chatbot soll Antragsprozess digitalisieren

Forschungsministerin Bär: BAföG-Reform in der Sackgasse - Studieren und Arbeiten 'kein Problem'

BAföG-Reform scheitert – KI-Chatbot soll Antragsprozess digitalisieren

Pläne zur BAföG-Reform auf Eis gelegt – Digitalisierung im Fokus

Die Pläne der Bundesregierung zur Reform des BAföG-Studienförderprogramms sind vorerst gescheitert. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär bestätigte, dass die für das Wintersemester 2026/27 vorgesehene Neugestaltung innerhalb der Regierungskoalition keine Mehrheit findet. Stattdessen werden nun digitale Verbesserungen vorangetrieben, darunter ein neuer KI-Chatbot für das Portal bafoeg-digital.

Ursprünglich sollte die BAföG-Reform das deutsche System der Studienfinanzierung modernisieren. Doch Ministerin Bär räumte ein, dass Haushaltskürzungen und veränderte Prioritäten die Umsetzung verzögern. Gleichzeitig betonte sie, dass es kein Problem darstelle, wenn Studierende neben ihrem Studium jobben.

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Die Bundesregierung setzt stattdessen auf digitale Lösungen, um den BAföG-Antragsprozess zu vereinfachen. Noch in diesem Jahr soll ein KI-gestützter Chatbot auf dem bafoeg-digital-Portal eingeführt werden. Das Tool wird Nutzer:innen durch die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen und die Antragsstellung begleiten. Zudem wird es an den bestehenden BAföG-Rechner angebunden, der anonym und unverbindlich eine Einschätzung der möglichen Förderung liefert.

Unabhängig von der BAföG-Reform kündigte Ministerin Bär eine zügige Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes an. Damit soll die Arbeitsplatzsicherheit für Forscher:innen verbessert werden. Das deutsche System der gebührenfreien Hochschulbildung bleibt weiterhin bestehen und sichert so vielen jungen Menschen den Zugang zu akademischer Bildung.

Der KI-Chatbot soll noch vor Jahresende online gehen und Studierenden eine bessere Orientierung bei BAföG-Anträgen bieten. Ohne die geplante Reform bleibt das aktuelle System vorerst in Kraft – digitale Hilfsmittel könnten den Prozess jedoch erleichtern. Ministerin Bär konzentriert sich nun darauf, die Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft durch die Reform des Befristungsgesetzes zu verbessern.

Quelle