Asylanträge 2024: Rückgang insgesamt, aber Kolumbianer legen stark zu
Emma BeckerAsylanträge 2024: Rückgang insgesamt, aber Kolumbianer legen stark zu
Neue Zahlen zeigen Veränderungen in der Asylbewerberpopulation Deutschlands für das Jahr 2024. Insgesamt ging die Zahl der Anträge im Vergleich zum Vorjahr zurück – es wurden weniger als 230.000 registriert. Die Daten verdeutlichen auch, welche Nationalitäten und Regionen die bedeutendsten Veränderungen verzeichneten.
Unter den Schutzsuchenden blieben Ukrainerinnen und Ukrainer die größte Gruppe, während Kolumbianer einen deutlichen Anstieg verzeichneten. Städte wie Salzgitter und Delmenhorst nahmen im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl die höchsten Anteile an Asylsuchenden auf.
Die Gesamtzahl der Asylanträge in Deutschland sank von 329.120 im Jahr 2023 auf 229.751 im Jahr 2024. Trotz dieses Rückgangs gab es bei bestimmten Nationalitäten Zunahmen. So stieg die Zahl der kolumbianischen Antragsteller um 37,5 Prozent auf 7.060 Personen.
Ukrainer bildeten mit 103.465 Schutzsuchenden die größte Gruppe, gefolgt von Syrern mit 79.195 Anträgen. Mehr als zwei Drittel (71,1 Prozent) aller Asylbewerber waren im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die Region Hannover verzeichnete mit 67.370 Asylsuchenden die höchste Konzentration. Die Städte mit den höchsten Anteilen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung waren Salzgitter (7,7 Prozent), Delmenhorst (6,1 Prozent) und Wilhelmshaven (6,0 Prozent). In diesen Gebieten machten Schutzberechtigte 4,3 Prozent der lokalen Bevölkerung aus. Zu den Hauptwohnregionen von Asylsuchenden aus Nationalitäten mit deutlichen Antragssteigerungen lagen keine Daten vor. Ebenso verzeichnete keine andere Nationalität einen Anstieg der Anträge um mindestens 30 Prozent im gleichen Zeitraum.
Die Zahlen für 2024 zeigen zwar einen Rückgang der Gesamtanträge, heben aber spezifische Trends hervor: Ukrainer und Syrer blieben die größten Gruppen, während Kolumbianer den stärksten prozentualen Anstieg verzeichneten. Städte wie Salzgitter und Delmenhorst nahmen weiterhin überproportional hohe Anteile an Asylsuchenden im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl auf.