09 January 2026, 12:29

Agnes Geislers Überlebenskampf: Eine Sinti-Frau erzählt von vier KZ-Lagern

Ein Buch mit einer Frau in der Mitte und darauf geschriebenem Text.

Agnes Geislers Überlebenskampf: Eine Sinti-Frau erzählt von vier KZ-Lagern

Öffentliche Veranstaltung im Museumsquartier Osnabrück: Überlebensgeschichte von Agnes Geisler

Am 22. Januar 2023 findet um 18:30 Uhr im Osnabrücker Museumsquartier eine kostenlose öffentliche Veranstaltung heute statt. Im Mittelpunkt des Abends steht die erschütternde Überlebensgeschichte von Agnes Geisler, einer Sinti-Frau, die als Kind vier nationalsozialistische Konzentrationslager durchlitten hat. Die Veranstalter hoffen, dass die Diskussion Anstoß zu einer Auseinandersetzung mit historischer Verantwortung und den Gefahren des Vergessens gibt.

Agnes Geisler war erst neun Jahre alt, als sie Auschwitz, Ravensbrück, Mauthausen und Bergen-Belsen überlebte. Jahrzehnte später entschied sie sich, ihre Erlebnisse öffentlich zu teilen – angetrieben von der Sorge um das aktuelle politische Klima in Deutschland. Ihr Bericht dient zugleich als Mahnung und als Aufruf, das Gedenken an die Opfer wachzuhalten.

Die Veranstaltung ist eine gemeinsame Initiative des Museumsquartiers und des Osnabrücker Büros für Friedenskultur. Ziel ist es, das aktive Erinnern und die Auseinandersetzung mit den historischen Verpflichtungen des Landes zu stärken. Louis Pawellek, der Geislers Vertrauen gewann, um ihre Geschichte zu dokumentieren, wird die Lesung und Diskussion leiten.

Der Eintritt ist frei, um einer breiten Öffentlichkeit Zugang zu Geislers Zeugnis zu ermöglichen. Ihre Geschichte, die Pawellek aufgezeichnet und weitergegeben hat, wird im Rahmen der fortlaufenden Bemühungen präsentiert, sich der Vergangenheit zu stellen. Die Diskussion soll die Bedeutung des Erinnerns und des Lernens aus der Geschichte unterstreichen.